Der Aufsteiger stellt sich vor

Die Union Sparkasse Korneuburg durchläuft die Regionalliga ohne Niederlage und steht verdient in der nächsten Saison in der Bundesliga.


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Riesenjubel der "Unioner Jungs" nach dem Aufstieg in die Handballbundesliga

Nach dem Abstieg vor einigen Jahren seid ihr nun wieder zurück in der Bundesliga. Dieses Ziel habt ihr nun seit einigen Jahren verfolgt. Beim wievielten Anlauf hat es jetzt geklappt?

Gestartet haben wir vor 4 Jahren mit dem Projekt Wiederaufstieg. Damals hat unser neuer Trainer - Alexander Luzyanin - begonnen aus einer jungen, unerfahrenen Landesliga Mannschaft einen Anwärter auf den Aufstieg in die Bundesliga zu formen.

Im ersten Jahr konnten wir uns über den zweiten Platz in der Landesliga (und dem Aufstieg von HC Vöslau in die Bundesliga) für die Regionalliga qualifizieren, dann scheiterten wir zwei mal knapp am jeweiligen Aufsteiger, in der Saison 2014/2015 im Finale an HC Kärnten und im Jahr darauf 2015/2016 in der Gruppenphase an HIB Graz. Geklappt hat es schlussendlich in der Saison 2016/2017, wo wir ungeschlagen durch die Gruppenphase gekommen sind und im Finale WAT Atzgersdorf in beiden Finalspielen besiegen konnten.

Parallel zu der sportlichen Entwicklung haben wir uns auch organisatorisch weiterentwickelt, sind im Vorstand gut aufgestellt und in beiderlei Hinsicht bereit für die Aufgabe Bundesliga.

Sowohl bei Heimspielen als auch bei Auswärtsspielen könnt ihr euch auf euer treues Publikum verlassen. Wie maßgeblich waren eure Fans an euren Erfolgen beteiligt?

Wenn es nach der Unterstützung unserer Fans gehen würde hätten wir gleich im ersten Versuch aufsteigen müssen. Im Auswärtsspiel in Kärnten waren 2 Busse voll aus Korneuburg unterwegs plus etliche Privatfahrer. Ähnliches damals im Entscheidungsspiel in Graz. Im Finale gegen Atzgersdorf ist unsere Heimhalle aus allen Nähten geplatzt.

Das Publikum hat natürlich einen großen Anteil an den Erfolgen unserer Mannschaft, der Support ist immer da, auch wenn es einmal nicht so gut läuft im Spiel. Das kann gegen jeden Gegner eine Euphorie entfachen und so etwas am Spielverlauf ändern. Wir als Verein versuchen natürlich das auch zu unterstützen und zu fördern. Die Vorfreude ist da und die Fans sind schon heiß auf die ersten Spiele in der Bundesliga.

Als Aufsteiger ist es meistens das Ziel nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Wie ist das bei euch? Wie sehen eure Ziele aus?

Grundsätzlich muss das Ziel als Aufsteiger sein nicht die Abstiegs-Play-Off Spiele zu rutschen, somit also den 9. Und 10. Platz am Ende der Saison zu vermeiden. Alles weitere wird der Saisonverlauf zeigen. Wir sind sicher in der Lage die absoluten Favoriten wie Leoben, B/K, St. Pölten und Hollabrunn zu ärgern und warum soll am Ende des Grunddurchgangs nicht der 5te Platz zu buche stehen. Wir werden auf jeden Fall versuchen in jedem Spiel zu punkten und abgerechnet wird dann bekanntlich zum Schluss.

Habt ihr große Veränderungen am Kader geplant oder wird der Großteil der Mannschaft aus dem Kader der letzten Saison bestehen?

Unser Ziel war es von Anfang an mit dem „Aufstiegs-Kader“ auch die erste Bundesliga Saison zu bestreiten. Das Team kennt sich und ist eingespielt. Leider ist das Leben und auch der Handballsport kein Wunschkonzert. Aufgrund seiner herausragenden Leistungen wechselt unser rechter Flügel Lenny Schafler fix zu Krems und unser Ex-Kapitän Lucas Nebes hat mit dem erreichten Aufstieg in die Bundesliga seine Handballschuhe an den Nagel gehängt. Auch unser Tormann, Sebastian Schöbinger, hat sich beruflich verändert und wird uns bis auf weiteres nicht mehr zur Verfügung stehen. Ansonsten konnte der Kader von letzter Saison gehalten werden.

Einziger echter Neuzugang ist Ivan Brandic von WAT Atzgersdorf am rechten Aufbau, alle anderen offenen Kaderplätze werden von der U20 nachbesetzt.