Bärnbach/Köflach holt Punkte in der Ferne

Knapp können sich die Steirer auswärts in Tirol durchsetzen. In einer engen Partie setzen sich Bonic & Co. mit 26:25 durch.


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© Foto: Handball Tirol - Am Ende hat die HSG Bärnbach/Köflach die Nase etwas vorn

Beim Auftakt ins Untere Bundesliga-Playoff hat es für medalp Handball Tirol am Sonntag knapp nicht zum Punktgewinn gereicht. Gegen die HSG Remus Bärnbach/Köflach gab es zuhause eine 25:26-Niederlage.

Nach spannenden 60 Minuten jubelte wieder einmal die HSG Bärnbach/Köflach – zum nunmehr bereits dritten Mal in dieser Saison unterlag medalp Handball Tirol den Steirern. Und wie schon im ersten Heimspiel im Herbst denkbar knapp. Doch die abgebrühten Gäste brachten den 25:26-Erfolg über die Distanz, mit elf Punkten liegen sie an der Tabellenspitze des Unteren Playoffs. Handball Tirol bleibt bei sechs Punkten, am kommenden Samstag muss man zu St. Pölten.

Ein intensives Duell startete gleich als offener Schlagabtausch. Dem 0:1 ließ Armin Hochleitner zwei Tore folgen, Bärnbach/Köflach glich jedoch postwendend aus. Und so ging es bis zur 25. Minute hin und her – nie führte ein Team mit mehr als einem Treffer Differenz, selten war die Phrase „auf Augenhöhe“ passender als in diesem Spiel. Die Tiroler – verstärkt durch die Doppelspielberechtigten, allerdings ohne die verletzten Felix Klötzel und Johannes Demmerer – hielten im Defensivverbund gegen die körperlich robusten Steirer voll dagegen. Vorne sorgten besonders Spielmacher Sebastian Spendier sowie Armin Hochleitner für die zündenden Momente. Letzterer traf zum 11:11 in Minute 26.

Kleinere Fehler der Hausherren, die auch eine Überzahl nicht nutzen konnten, brachten der HSG doch noch eine 11:13-Pausenführung. Der Beginn von Hälfte zwei missglückte medalp Handball Tirol dann allerdings, Bärnbach/Köflach baute den Vorsprung auf 12:17 (37.) aus. Eine kraftraubende Aufholjagd nahm ihren Lauf, die Tiroler betrieben großen Aufwand, um im Spiel zu bleiben. Das schien sich bezahlt zu machen. In der 50. Minute verkürzte man auf 19:20, zudem kassierten die Gäste zwei Zeitstrafen, Goran Kolar sah sogar Rot. Sebastian Spendier erzielte zwar aus einem Siebenmeter das 20:20, aber danach konnten die Hausherren die doppelte Überzahl nicht nutzen. Die Steirer stellten auf 21:24 – Handball Tirol schnupperte bis zum Ende am Ausgleich, verkürzte wieder. Bärnbach/Köflach rettet am Ende aber ein 26:25 über die Zeit.

Herbert Lastowitza (Trainer medalp Handball Tirol): „Sehr schade, dass es nicht zumindest noch ein Punkt geworden ist. Chancen dafür hatten wir genug. Aber genau in der Phase, als wir dabei waren, das Spiel endgültig zu drehen, hat uns die doppelte Überzahl mehr geschadet als genutzt. Daraus konnten wir überhaupt keinen Vorteil ziehen, haben sie sogar mit 1:2 verloren. Das war am Ende entscheidend. Die kämpferische Leistung hat gestimmt, wir hatten viele schöne Angriffsaktionen dabei. Und hinten haben wir gegen diese routinierte Mannschaft alles gegeben. Bärnbach/Köflach ist sicher Favorit auf Rang eins im Unteren Playoff, umso schöner wäre ein Punktgewinn gewesen. Jetzt müssen wir uns in St. Pölten behaupten, dieses Match wird ganz wichtig.“

BLM UPO
11.02.2018 - 17:30 Uhr - medalp Handball Tirol 25: 26 HSG Remus Bärnbach/Köflach
Beste Torschützen: Spendier (9), Hochleitner (8) bzw. Gasperov und Bonic je 7

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